
Auf der Welle der Cybersicherheit reiten – ZWA beim Nomios Security Cup 2025
Die Masurischen Seen, das Rauschen der Segel und die Musik von Seemannsliedern im Hintergrund bieten einen ungewöhnlichen, aber bemerkenswert passenden Rahmen für Diskussionen über die Zukunft der digitalen Sicherheit. Die Konferenz Nomios Security Cup 2025 , die vom 29. bis 31. Mai in Ruciane-Nida stattfand, verband die Welt moderner Technologien mit den Werten Zusammenarbeit, Vertrauen und Handlungsbereitschaft unter sich verändernden Bedingungen. Segelbegriffe beschreiben die Realität der heutigen Cybersicherheit perfekt – und diese Analogien bildeten die Grundlage der Veranstaltung, die IT-Spezialisten, OT-Systemingenieure und für die Stabilität der industriellen Infrastruktur verantwortliche Manager anzog.
Der erste Konferenztag war einer intensiven inhaltlichen Sitzung unter der Leitung von Jarosław Kuźniar gewidmet. Die Präsentationen konzentrierten sich auf die dringendsten Herausforderungen beim Schutz von Kommunikation, Identitäten, Daten und Zugriff – sowohl in lokalen als auch in Cloud-Umgebungen. Die Sitzung zur Sicherheit im Post-Quanten-Zeitalter stieß auf großes Interesse und präsentierte reale Bedrohungsszenarien und mögliche zukünftige Entwicklungen. Die Teilnehmer hatten außerdem die Möglichkeit, Live-Demos von SOAR- und SIEM-Systemen anzusehen und sich über deren Potenzial für die Automatisierung der Vorfallreaktion und die Echtzeit-Aktivitätsüberwachung zu informieren.
Besonders wichtig war der „Security by Design“-Ansatz, der in fast allen Vorträgen präsent war. Er bestätigte, dass Sicherheit heute nicht nachträglich behandelt werden kann, sondern Teil der Architektur jedes Projekts sein sollte, insbesondere in Umgebungen, in denen IT und industrielle Automatisierung (OT) aufeinandertreffen. Die Konferenz lieferte hierzu konkrete Anregungen – vom Einsatz von Netzwerkvirtualisierung und -segmentierung über Privileged Access Management bis hin zum Schutz von Anwendungen vor komplexen DDoS-Angriffen und KI-gestützten Bedrohungen.
Der Nachmittag des ersten Tages bot den Teilnehmern Gelegenheit zu weniger formellen geselligen Zusammenkünften – ein gemeinsames Abendessen in einer Taverne, ein Shanty-Konzert und Gespräche am Wasser förderten den Erfahrungsaustausch und stärkten die Beziehungen. Die wahre Bewährungsprobe für die Zusammenarbeit kam jedoch am nächsten Tag. Die Regatta auf den Masurischen Seen, an der alle Veranstaltungsteilnehmer teilnahmen, war eine perfekte Metapher für Teamarbeit und schnelle Reaktion auf sich dynamisch ändernde Bedingungen. Gemeinsames Segeln erforderte Teamwork, Verantwortung und gegenseitiges Vertrauen – genau die gleichen Elemente, die für eine gut konzipierte Cybersicherheitsarchitektur entscheidend sind.
Für ZW Automation war die Teilnahme an der Nomios Security Cup-Konferenz nicht nur eine Gelegenheit zum Wissenserwerb, sondern auch eine Bestätigung für die Bedeutung der Synergie zwischen Infrastruktur und Sicherheitssystemen in der heutigen Welt. Die auf der Veranstaltung vorgestellten Lösungen entsprechen den tatsächlichen Bedürfnissen der Industrie – und einige davon sind bereits in der Praxis umsetzbar. Deshalb kehren wir aus Masuren mit konkreten Inspirationen für die Umsetzung in unseren Projekten zurück – von der Modernisierung von Anlagennetzwerken bis zur Verbesserung des Sicherheitsniveaus von Steuerungs- und Automatisierungssystemen.
Wir möchten den Organisatoren von Nomios Poland für eine gut geplante und durchgeführte Veranstaltung danken, die gezeigt hat, dass die Entwicklung von Cybersicherheitskompetenzen mit dem Aufbau von Beziehungen – auch zwischenmenschlichen, unter etwas weniger formellen Umständen – einhergehen kann und sollte.







